Arta im Nordosten Mallorcas

Der Ort Arta und die Umgebung
Arta ist ein reizvolles altes Städtchen, dessen einstige Bedeutung noch an zahlreichen Baudenkmälern abzulesen ist. Wahrhaft herausragend sind die Gemeindekirche und das Kastell mit der Wallfahrtskirche auf dem Stadtberg: Sie prägen bis heute die Silhouette von Artà. Wie die Reste einer Talayot-Siedlung beweisen, war das Gebiet unterhalb des Hügels bereits in der Vorgeschichte besiedelt. Die Mauren gaben dem Ort seinen Namen, abgeleitet von Jertan (Garten). Artàs Blütezeit begann jedoch erst nach der christlichen Rückeroberung. Der damalige Reichtum lockte natürlich Piraten an, und so zeigen nicht nur die Reste des Kastells, sondern auch viele der noblen Bürgerpaläste, die die winkligen Gassen des Stadtkerns säumen, einen wehrhaften Anstrich. Das stimmige Ambiente von Artà schätzen auch viele Ausländer, die sich in dem 6000-Einwohner-Städtchen niedergelassen haben und hier Restaurants und Bars betreiben. Ein Stück bergwärts des Museums erhebt sich die wehrhafte Gemeindekirche, 1248 am Platz einer früheren Moschee geweiht und 1563 in gotischem Stil umgebaut. Imposant zeigt sich besonders die Talseite mit ihren grossen, von Pfeilern gestützten Rundbögen.

Hinter der Kirche führt ein von Zypressen beschatteter Kreuzweg in 180 Stufen hinauf zum Kalvarienberg mit der Wallfahrtskirche Sant Salvator. Vom Kastell ist ausser den Maueren und Türmen, von denen sich ein weiter Blick bis zur Küste bietet, nicht viel erhalten geblieben. An der Stelle der Burg selbst steht heute die barocke, im 19. Jd. umgebaute Kirche. Ein Blick hinein lohnt sich vor allem wegen der beiden Seitengemälde die Übergabe Mallorcas durch den maurischen Heerführer an König Jaume I. und die Steinigung des Ramón Llull. Sanft und heiter zeigt sich die östliche Küste Mallorcas. Landschaftlich weniger spektakulär als der Nordwesten oder Norden, besitzt sie ihren ganz eigenen Reiz, der sich besonders auf die abwechslungsreiche Uferlinie und das bäuerliche Hinterland gründet. Lange Strände sind selten und auf den nördlichen Bereich beschränkt. Das Bild bestimmen die vielen schmalen, vor allem im südlichen Abschnitt oft fjordartig tieg eingeschnittenen Calas (Buchten), Reste ertrunkener Flusstäler, an deren Ende häufig ein kleiner Sandtstrand liegt. Entlang der Küste reihen sich alte Fischereihäfen im Wechsel mit lebhaften Ferienorten. Gelegentlich gehen beide Siedlungstypen sogar eine glückliche Verbindung ein, insbesondere im Fall des vor allem bei Individualisten beliebten Fischerdorfs Cala Figuera, mit Abstrichen auch Cala Ratjada. Doch sind die meisten reinen Urlaubsorte von vergleichsweise bescheidenen Dimensionen. Der Gebirgszug der Serra de Llevant (Ostgebirge), der im Hinterland parallel zur Küstenlinie verläuft und in seinem nördlichen Bereich zum Parc Natural de la Península de Llevant deklariert wurde, ist mit Durschnittshöhen von 300 bis 400 Meter weit niedriger als die wilde Tramuntana. Nur im Aussichtsberg Puig de Sant Salvator bei Felanitx sowie in einigen Gipfeln im äussersten Norden steigt die Serra bis auf 500 Höhenmeter an. Zu Ihren Füssen erstreckt sich eine landwirtschaftlich geprägte Region der Felder, Obstgärten, Mandel- und Olivenhaine, die durch kunstvoll zusammengeführte Trockenbauern begrenzt werden.

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